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unsere leistungsschwerpunkte

Endodontie


Die Wurzelkanalbehandlung ist ein sogenannter endodontischer Eingriff, also eine Behandlung des Zahninneren. Moderne Endodontie ist für einen langfristigen Erfolg bei der Wurzelkanalbehandlung auch bereits stark geschädigter oder entzündeter Zähne Voraussetzung.  

Durch fortgeschrittene Karies oder ein Trauma, z.B. einen Sturz auf die Frontzähne, können Probleme im Bereich der Zahnwurzel auftreten, auch tiefe Taschen können ursächlich für einen absterbenden Zahnnerv sein. Starke Schmerzen auch mit Schwellung oder/und eine Fistelbildung sind möglich.

Die Symptome sind da sehr vielfältig. Kälteschmerz, Wärmeschmerz, Aufbissbeschwerden mit Druckgefühl oder das Empfinden, dass der Zahn länger sei als sonst, können Zeichen für einen absterbenden oder bereits abgestorbenen, akut entzündeten Zahnnerv sein.

Ohne Behandlung geht der Zahn früher oder später zu Verlust und birgt ein nicht zu unterschätzendes allgemeines Gesundheitsrisiko. Abszessbildung tritt dann häufig auf, zudem können auch Herz-Kreislauferkrankungen sowie rheumatische Beschwerden ausgelöst oder verstärkt werden.

Erfolgt aber eine Behandlung rechtzeitig, bedeutet ein beschädigter oder abgestorbener Nerv nicht, dass der Zahn deswegen verloren ist. Mit der modernen Endodontie, die Frau Dr. Kurzius-Ernst in ihrer Zahnarztpraxis einsetzt, können wir heute die so geschädigten Zähne langfristig erhalten.

Unser Ziel ist es, nach einer örtlichen Betäubung das Mark des Zahnes zu entfernen und den Hohlraum nach der gründlichen maschinellen Desinfektion mit einer Bakterien-dichten Wurzelkanalfüllung zu verschließen.

Der dauerhafte Erfolg einer solchen Behandlung ist in erster Linie von einer anspruchsvollen, technischen Durchführung abhängig, nämlich wie vollständig das komplexe Wurzelkanalsystem von Bakterien und infiziertem Nervengewebe befreit und gereinigt werden kann.

Verbleiben infizierte Reste, so führt dies in den meisten Fällen langfristig zu einer Entzündung des umliegenden Knochens der Wurzel, einem sogenannten Entzündungsherd. Diese chronischen Entzündungsherde können das Immunsystem belasten ohne unbedingt Schmerzen zu verursachen. Aus diesen Gründen werden auch endodontisch behandelte Zähne in etwas kürzeren Abständen per Röntgenbild oder bei unklarem Befund auch per DVT kontrolliert.

Die Wurzelkanalbehandlung unter Zuhilfenahme einer Lupe mit Lichtverstärkung und starker Vergrößerung (5-fach) ist heute ein Muss, um die feinen Strukturen des Wurzelkanalsystems beurteilen und finden zu können und bei der Behandlung bei uns in der Praxis Standard.

Zudem wird die Zahnwurzel unterspeicheldichtem Abschluss des Zahnes behandelt.
Der speicheldichte Abschluss erfolgt durch Einsatz des Kofferdams,
einem Spanntuch, das den Zahn von der Mundhöhle abtrennt und so vom Speichel und Bakterien fernhält. Ein weiterer Vorteil ist, dass unangenehm schmeckende Spülflüssigkeiten nicht in den Rachen gelangen.

Die Wurzelbehandlung wird bei uns unterstützt durch die elektrometrische Längenbestimmung und mit maschineller Wurzelkanalaufbereitung mittels Nickel-Titan-Feilen, dem Protaper-Next-System® durchgeführt.

Mit einem speziellen Längenmessgerät, das die genaue Länge des Wurzelkanals durch präzise Messung des elektrischen Widerstands zuverlässig ermittelt, werden die aufzubereitenden Wurzelkanallängen festgelegt. Die Kontrolle der ermittelten Wurzelkanallängen wird auch röntgenologisch überprüft.

Die Aufbereitung inklusive Reinigung und Füllung der Kanäle muss für einen Behandlungserfolg bis zur ermittelten Wurzelkanallänge erfolgen.

Nach der genauen Ermittlung der Wurzelkanallänge und der digitalen röntgenologischen Kontrolle werden die Wurzelkanäle mit hochflexiblen Nickel-Titan-Feilen maschinell aufbereitet.

Mit der maschinellen Aufbereitung bleibt die ursprüngliche Form der Wurzelkanäle erhalten, was mit den Handinstrumenten eher schwierig ist. Auch stark gekrümmte und feine Kanäle lassen sich damit präzise aufbereiten. Zudem wird durch die spezielle Form der hochflexiblen Feilen und durch deren Rotation das infizierte Gewebe besser beseitigt und aus dem Kanal abtransportiert.

Durch zusätzliche mit Ultraschall unterstützte Spülungen und eine sorgfältige Desinfektion erreichen wir eine umfangreiche Reduzierung der Keimbelastung in den Wurzelkanälen. Bei stark entzündeten Zähnen muss dieser Vorgang durch die Einlage eines desinfizierenden Medikaments und einem anschließenden dichten  provisorischen Verschluss über einen längeren Zeitraum unterstützt werden.

Ist der Zahn nach der beschriebenen Vorbehandlung beschwerdefrei, erfolgt die Wurzelkanalfüllung wieder unter Kofferdam. Nach erneuter gründlicher Spülung und Desinfektion werden die Kanäle mit dünnen Papierspitzen getrocknet und danach mit Guttapercha und einem extra für die Wurzelfüllung entwickeltem Zement gefüllt. Dies erfolgt mit einer speziellen maschinellen vertikalen Kondensationstechnik durch Erwärmung, um einen bestmöglichen bakteriendichten Verschluss zu erreichen.

Um den endodontisch behandelten Zahn langfristig in der Mundhöhle zu erhalten, muss nach der Wurzelkanalbehandlung eine dichte adhäsive Kunststofffüllung den Zahn sicher verschließen. Um umfassend fehlende Zahnsubstanz durch eine Füllung ersetzen zu können, kann in den behandelten Wurzelkanal per Adhäsivtechnik ein keramischer Stift verankert werden.

PROTHETISCHE VERSORGUNG
Bei entsprechend großflächigem Substanzverlust sollte nach Ausheilung  entzündlicher Prozesse an der Wurzelspitze eine entsprechende Versorgung (je nach fehlender Zahnsubstanz) mit Teil- oder Vollkronen erfolgen.

Alte, unvollständige, zu kurze Wurzelfüllungen können Probleme im Knochen an der Wurzelspitze Ihrer Zähne verursachen, die auch nicht immer zwingend mit Schmerzen verbunden sind. Als beherdete Zähne sind sie in Ihrem Körper wie „Langzeitbomben“. Um Sie vor Schmerzen und ungewollten Auswirkungen auf Ihren Körper zu schützen, sollten diese Zähne erneut endodontisch behandelt werden, muss eine Revision, sprich eine Erneuerung der alten Wurzelfüllung erfolgen.
Dies ist ein sehr aufwändiger Prozess, da das alte Füllungsmaterial möglichst komplett entfernt werden muss. Dies erfolgt maschinell oder manuell mit speziellen Instrumenten und erfordert sehr viel Fingerspitzengefühl. In Abhängigkeit der Art der alten Wurzelfüllung, gestaltet sich der zeitliche Aufwand, die alte Wurzelfüllung zu entfernen.
Im Anschluss erfolgt dann der oben beschriebene Prozess der Wurzelfüllung, um den Zahn langfristig erhalten zu können.

Trotz aller Sorgfalt und Präzision gibt es endodontisch behandelte Zähne, die eine Entzündung an der Wurzelspitze entwickeln. Da können auch Überbelastung oder ein Trauma die Ursachen sein.
Kann an der Wurzelfüllung nichts verbessert werden, kann der Zahn aber noch operativ behandelt werden, und zwar mit der sogenannten Wurzelspitzenresektion.

Dabei wird in einer Operation in der Regel unter lokaler Betäubung die infizierte Wurzelspitze entfernt und der Knochen gereinigt. Die Wurzelspitze wird dann mit der sogenannten retrograden Wurzelfüllung von „unten“ dicht gefüllt und der Operationsbereich mit Nähten wieder verschlossen.

Diese sollte zwingend unter dem Operationsmikroskop und immer mit der retrograden Wurzelfüllung erfolgen. Damit erhöht sich die Chance zur Ausheilung gravierend.
Dieser Eingriff erfolgt bei unseren kieferchirurgischen Partnerpraxen

Ein Zahn, dessen Nervengewebe so erkrankt ist, dass keine Chance auf Regeneration besteht, muss für einen Erhalt wurzelkanalbehandelt werden. Die einzige Alternative wäre sonst, den Zahn zu entfernen. Dies bedeutet aber immer einen Verlust von Lebensqualität und eine Schwächung des gesamten Kauapparates.In Folge dessen werden zur Stabilisierung und Rekonstruktion des Bisses eine dann teurere prothetische oder implantologische Versorgung notwendig.

MEHRKOSTEN IN DER ENDODONTIE
Der langfristige Erhalt des Zahnes kann nur über eine qualitativ hochwertige Wurzelkanalbehandlung erfolgen. Der zeitliche und technische Aufwand für eine moderne und sorgfältige Wurzelkanalbehandlung ist sehr hoch.
Die gesetzlichen Kassen berücksichtigen dies aber leider nicht entsprechend. Sie propagieren dafür „offiziell“ aufzukommen, kommen tatsächlich aber nur für eine veraltete Form der Wurzelkanalbehandlung auf mit geringer Erfolgsaussicht  für das Ausheilen ihres Zahnes.
Eine dem heutigen Stand der Wissenschaft entsprechende moderne Wurzelkanalbehandlung ist nur mit hohem Zeitaufwand, dem Einsatz von stark vergrößernden Lupenbrillen oder Mikroskopen, sowie teuren Spezialinstrumenten möglich. Die sorgfältige Desinfektion der Wurzelkanäle und das aufwändige Auffinden aller zu füllender Kanäle sind der Grundstock für eine sichere Wurzelfüllung.
Dieser absolut notwendige Mehraufwand wird bei den gesetzlichen Krankenkassen nicht berücksichtigt. Die Leistungen der Kassen sind nicht mehr vertretbar, da sich bis zu 60% der „nach Kassen-Art“ behandelten Zähne wieder entzünden. Um den Zahn anschließend noch irgendwie zu retten, bleibt dann die aufwändige Revision der Wurzelfüllung mit höheren Mehrkosten, die von Anfang bei einer hochwertigen Wurzelfüllung angefallen wäre. Ansonsten bleibt nur die Wurzelspitzenresektion, die unbedingt unter dem Mikroskop mit einer retrograden Füllung erfolgen muss, also einem dichten Verschluss an der abgeschnittenen Wurzel. Dies ist ein operativer Eingriff, der weiter oben schon beschrieben wurde. Auch hier übernimmt die gesetzliche Kasse nicht die zusätzlichen Kosten für die Operation unter dem Mikroskop und das Füllen der abgeschnittenen Wurzelspitzen. Eine ohne diese Maßnahmen erfolgte Resektion hat keine großen Erfolgsaussichten, da weiterhin Bakterien vorhanden sind, die zu Entzündungsrezidiven führen. Letztlich muss der Zahn dann doch entfernt werden.

Unser Ziel ist aber immer der Erhalt des eigenen Zahnes. Das ist die beste Lösung.

Sollte also bei Ihnen eine Wurzelkanalbehandlung nötig sein, ist es langfristig sicher sinnvoll, sich für die hochwertige Behandlung zu entscheiden. Wir beraten Sie dazu individuell und Sie erhalten selbstverständlich vorab eine ausführliche Aufstellung aller entstehender Kosten in einem Heil- und Kostenplan.

FAZIT ZUR ENDODONTIE

Wichtig sind folgende Kriterien für eine langlebige Wurzelfüllung

  • Behandlung unter Kofferdam
  • Das Auffinden aller Wurzelkanäle unter Einsatz von Lupe
  • Vollständige Entfernung  des erkrankten Gewebes aus sämtlichen Kanälen mit maschineller Aufbereitung mittels spezieller Nickel-Titan-Feilen und aufwändiger und sorgfältiger maschineller Desinfektion
  • Die bakteriendichte Füllung der Wurzelkanäle per vertikaler Kondensation
  • Versorgung des behandelten Zahnes mit einer dichten Füllung oder Krone/Teilkrone

Das Bild im Header wurde mit freundlicher Genehmigung von Dentsply Sirona GmbH Deutschland zur Verfügung gestellt

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Dr. Astrid Kurzius-Ernst

Zahnärztin


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